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FLÖZproduction präsentiert :

TWO% - ?homo oeconomicus? : TERMINE

Uraufführung am 29. September 2001 im Theater Dortmund

Zum Stück

Schon in den 80er Jahren gelang es einer Gruppe von Wissenschaftlern eine genetisch veränderte Gattung Mensch herzustellen, die rein nach rationalen Kriterien entscheiden sollte - der sogenannte HOMO OECONOMICUS der in einer Leistungsgesellschaft ein glückliches und erfülltes Leben führt.
Die Ergebnisse der Züchtung wurden jahrelang geheimgehalten, bis 1998 drei Männchen aus dem Versuchscamp ausbrechen konnten. Sie waren sowohl physisch als auch psychisch in einem erbärmlichen Zustand.
Überraschenderweise gerieten die drei Wesen schon kurze Zeit später in Kontakt mit dem Showbusiness. Es gelang ihnen, aus ihren sonderbaren Lebenserfahrungen und ihrem genetischen Unterschied von nur ZWEI PROZENT eine Theatershow zu kreieren.

HOMO OECONOMICUS:
Die Gesetze des Marktes erstrecken sich auf fast alle Bereiche unseres Lebens. Ein neues Gesicht ist ebenso käuflich wie ein Stern, der Millionen Lichtjahre entfernt ist, ein Kubikmeter Luft über New York, menschliche Samen- und Eizellen, Grundstücke auf dem Mond, Versicherungen gegen schlechtes Wetter im Urlaub, virtuelle Friedhöfe für Tiere, eine Fußballmannschaft oder eine Stimme.
In unserer Wohlstandsgesellschaft hat sich der Akt des Kaufens und des Verkaufens losgelöst von den materiellen Notwendigkeiten des Individuums. Gekauft wird nicht mehr das, was zum Leben gebraucht wird, sondern das Kaufen selber ist Ausdruck für gesellschaftliche Integration geworden. Wer nicht kauft, existiert nicht.

 „TWO% - ?homo oeconomicus?“ ist ein seelisches Naherholungsgebiet für (Theater)-Konsumenten. Wir produzieren, kreieren und spielen ein unverwechselbares Produkt das aus Ihnen glückliche Käufer macht und den überforderten Verbrauchern  einer Massenproduktionsgesellschaft Trost spendet. Ihre wertvolle Eintrittskarte wird noch monatelang nach dem Theaterabend Ihren Kühlschrank schmücken, denn es war schon schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.“

Länge: ca 75 Minuten
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Zur Produktion  TWO% :

1. TWO% happy hour (2000)
2. TWO% ?homo oeconomicus? (2001)
3. TWO% Film (2002/3)

TWO% ?homo oeconomicus? ist der zweite Teil eines Gesamtkonzeptes. Im Herbst 2000 hatte der erste Teil TWO% happy hour im Maschinenhaus Essen Uraufführung. Ein dritter Teil: TWO% Film wird 2002/3 entstehen. Diese Triology bietet die Möglichkeit, jede Idee in dem ihr am besten entsprechenden Medium umzusetzen und in einem parallelen Schöpfungsprozeß gemeinsam zu bearbeiten. Jedes Projekt beeinflußt, provoziert, befruchtet die anderen, da sie letztendlich ein Thema behandeln.

Zu den Maskenbauern, Pantomimen und Musikern der letzten Produktionen, kommen jetzt  noch eine erfahrene Tänzerin und ein Fotodesigner. Durch diesen Reichtum an Ausdrucksmitteln ist TWO% ?homo oeconomicus? ein einzigartiges Arrangement aus Theater, Tanz, Musik, Comedy, Artistik, und Magie. Diese verschiedenen Elemente werden mit leichter Hand zu einem Rausch an Eindrücken und poetischen Bildern verwoben, der an Herz, Hirn und Nieren geht.
 

FLÖZproduction

Unter diesem Namen firmieren die Macher von „Familie Flöz“,
„Ristorante Immortale“, und „TWO%“.
Die „Macher“ verstehen sich als ein Pool von Theaterschaffenden: Darsteller, Musiker, Regisseure, Maskenbauer, Tänzer, Bühnenbildner, Beleuchter und Dramaturgen, die sich zu den jeweiligen Produktionen zusammenfinden und mittlerweile weltweit Beachtung gefunden haben. Die Stücke werden vom Ensemble gemeinsam entwickelt und getragen.
Obwohl mit der Zeit auch Künstler aus anderen Ausbildungsstätten (Ècole J. Lecoq/Paris und Ernst-Busch-Schule/Berlin) zum Ensemble dazugekommen sind, ist die Mehrzahl der Mitglieder aus der Folkwang-Hochschule hervorgegangen. Mittlerweile leben sie alle über ganz Europa verstreut. Dennoch sind das Ruhrgebiet und Berlin Zentren für ihre Arbeiten. Hier treffen sie sich und entwickeln neue Ideen und Projekte.

Von und mit:
Valentina Bordenave, Nils Imhorst, Björn Leese, Hajo Schüler, Nicolas Witte
Musik (Kontrabass): Nils Imhorst
Masken: Hajo Schüler
Projektionen: Andrej Löbel, Matthias Boge
Beleuchtung: Reinhard Hubert, Matthias Boge
Assistenz: Nicole Weißbrodt
Kostüme: Nina Kramer
Choreografie: Valentina Bordenave
Bühne: Michael Vogel, Stephan Grebe
Regie: Michael Vogel
 

KOOPERATION

Das freie Theater entert das Stadttheater?
Das Stadttheater öffnet seine Türen für die freie Szene?

Sowohl als auch!
Die Kooperation zwischen Flöz production und dem Theater Dortmund kann man als echte Innovation bezeichnen, denn erstmalig lädt ein städtisches Theater eine Gruppe der freien Szene ein, um im Haus ein vollkommen neues Stück zu erarbeiten.

Diese Zusammenarbeit ist zu beiderseitigem Nutzen:
Das Theater Dortmund bereichert seinen Spielplan mit einer attraktiven Theaterform, die im subventionierten  Theaterbetrieb sonst nicht zu finden ist. Flöz production, mittlerweile in ganz Europa auf Gastspielreisen unterwegs, entwickelt seine Stücke im Ensemble und setzt nicht auf Sprache, sondern auf virtuoses körperliches Spiel, Masken, Artistik, Magie, Humor und Poesie.
Das Theater Dortmund stellt für „two%“ seine Werkstätten, Proberäume und natürlich die Bühne des
Schauspielhauses zur Verfügung - für eine Gruppe aus der freien Szene ein ungewohnter Luxus.

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